Marie-Therese,

Nach meiner Einarbeitung durfte ich alle anfallenden Aufgaben übernehmen – zunächst mit Hilfe der Kollegen, später auch in Eigenregie.

Nach meinem Romanistikstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wollte ich gerne noch einmal nach Frankreich, dieses Mal zum Arbeiten. Eine Bewerbung bei ARTE bot sich an, weil ich nach meinem Studium in der Verbindungsarbeit tätig werden wollte.

Ich hatte mich ganz konventionell über die Homepage beworben, habe allerdings über ein Jahr auf meinen Praktikumsplatz in der Textredaktion warten müssen, da alle Plätze bereits vergeben waren. Insofern sollte man sich rechtzeitig während des Studiums bewerben. Dennoch lohnen sich auch Initiativbewerbungen, sofern man zeitlich flexibel ist.

Während des Vorstellungsgespräches, zu dem ich drei Monate vor Beginn des Praktikums eingeladen wurde, lernte ich schließlich den Leiter der Redaktion und seine Mitarbeiterin kennen. Mit beiden führte ich längere Gespräche, in denen mir der Arbeitsbereich ausführlich erklärt wurde. Die Zusage erhielt ich eine Woche später.

Besonders hilfreich war ARTE bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft, da es die Möglichkeit gibt, eine Anzeige im Intranet zu schalten. Finanzielle Unterstützung erhielt ich sowohl von meinen Eltern als auch vom DAAD.

Mit dem Praktikumsplatz, meinem Stipendium und der Wohnung waren die wichtigsten Dinge organisiert.

Mein Einstieg in das Praktikum wurde mir so angenehm wie möglich gestaltet.

Ich erhielt eine allgemeine Einführung in die Unternehmensstruktur und wurde mit allen Arbeitsschritten vertraut gemacht. Mit nur zwei Mitarbeitern in der Textredaktion und zwei weiteren Kolleginnen in der Bildredaktion handelt es sich zahlenmäßig um eine sehr kleine Abteilung, der drei Büroräume zur Verfügung stehen.

In den ersten Wochen habe ich den Mitarbeitern viel über die Schulter geschaut, Pressetexte Korrektur gelesen und kleinere Pressetexte selbst verfasst. Der Umgang mit dem betriebseigenen Softwareprogramm war neu für mich und erforderte viel Geduld. Davon abgesehen fiel in der Redaktion immer ausreichend Arbeit an, die ich mir größtenteils selbst einteilen konnte.

Im Schnitt habe ich 35 Stunden pro Woche gearbeitet, was den üblichen Arbeitszeiten in Frankreich entspricht. Natürlich kam es auch vor, dass ich mal etwas länger im Büro war, um liegengebliebene Dinge zu erledigen.

Nach meiner Einarbeitung durfte ich dann alle anfallenden Aufgaben übernehmen – zunächst mit Hilfe der Kollegen, später auch in Eigenregie. Es gehört nämlich zu den Zielvereinbarungen des Praktikums, am Ende der drei Monate auf dem gleichen Stand wie die Mitarbeiter zu sein.

Da insgesamt etwa 30 Praktikanten in den verschiedenen Abteilungen arbeiten, ist es nicht schwer, Kontakte zu knüpfen. Auch die Kollegen waren sehr aufgeschlossen und hatten immer ein offenes Ohr für die Neuankömmlinge.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ablauf meines Praktikums. Es war eine spannende und lehrreiche Zeit, in der ich die Möglichkeit hatte, kreativ tätig zu sein und neue Aufgabenbereiche kennenzulernen.

ARTE ist ein interessanter sowie attraktiver Arbeitsplatz und ich könnte mir durchaus vorstellen, langfristig dort zu arbeiten.

Weitere Links :

ARTE: Praktikum- und Stellenanzeige
Straßburg, die Stadt entdecken