Wenn Frankreich für eines weltweit bekannt ist, dann wohl für die exzellente Gastronomie.

Sie ist sowohl für ihre Qualität als auch ihre Vielseitigkeit weltberühmt – die französische Küche wurde 2010 als immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt. Das Essen ist in Frankreich ein wichtiger Bereich des täglichen Lebens und die Pflege der Küche ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen Kultur.

Wer sich für ein Studium in Frankreich im Bereich der Gastronomie und der Gastwirtschaft entscheidet, bekommt ein angesehenes Diplom und sammelt einzigartige Erfahrungen. Auch wenn man keine Spezialisierung in diesen Bereichen am Gymnasium gemacht hat, ist ein Einstieg nach dem Abitur möglich. Man muss unterscheiden zwischen der kollektiven, gehobenen, der Fastfood- sowie der  Erlebnisgastronomie, da sich diese Sektoren sehr unterscheiden. Natürlich sind die Studiengänge berufsorientiert und heißen deshalb licences professionnelles, für diejenigen, die direkt in der Küche stehen möchten. Doch auch Management ist ein wichtiger Teil der Gastronomie und Gastwirtschaft und erfordert präzise Kenntnisse und Fachkompetenz, die durch ein Studium in Management, Rechtswissenschaften, VWL, BWL oder Geisteswissenschaften erworben werden können.
Nach dem Bachelor kann man sein Studium weiterführen mit einem berufsorientierten Master oder mit einem Programm, welches auf die Forschung vorbereitet. Die Studiengänge werden nicht nur an der Universität angeboten, sondern auch in spezialisierten Schulen wie der Ecole Supérieure de Commerce de La Rochelle oder am Institut Bocuse, die auf internationale Karrieren im Bereich der Gastronomie vorbereiten.
Nicht zu vergessen ist die Önologie, die in Frankreich ebenfalls dem Kulturerbe angehört. Auch hier sind die Ausbildungen zahlreich,vom Weinbau bis zur Vermarktung der Weine und Spirituosen, vom Sommelier bis zum Önologen. Die Dauer der Studiengänge kommt daher auf den gewünschten Beruf an und kann 1 bis 5 Jahre dauern.
Ein zukunftsorientierter Bereich in dieser Branche ist die Forschung, wie zum Beispiel im Bereich des Weins, des Anbaus der Trauben oder in den unterschiedlichen Bereichen der Gastronomie. Das Wissen ist noch lange nicht ausgeschöpft, besonders in einer Zeit, in der es gilt, mit europäischen Normen mitzuhalten und so auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nützliche Links

- Kulinarische Akademie Frankreichs
- Nationales Zentrum für Gastwirtschaft und Gastronomie
- Französisches Internetportal für Wein und Weinbau
- Verein der Berufe und Industrien der Gastwirtschaft
- Ecole Supérieure de Cuisine Française - École Ferrandi
- Ecole Supérieure Internationale de Savignac

Siehe auch:

- Infozettel "Hotellerie" als PDF-Datei