In Frankreich sind die großen Handelsketten mittlerweile ein bedeutendes Kulturgut und spielen daher eine große Rolle.

Ob riesige Supermärkte, die sogenannten hypermarchés, eine französische Erfindung von Leclerc oder Carrefour, kleine Läden an der Ecke oder spezialisierte Geschäfte wie der Baumarkt- kurzum, der Franzose kauft anders ein als der Deutsche. Um das Angebot der sich ständig entwickelnden Nachfrage anzupassen, sind neue Orientierungen sowie Marktforschungen nötig. Was ist „in“? Wie werden die Entwicklungen verlaufen? Was wollen die Konsumenten? Wie kann man, auch in Zeiten der Krise, den Umsatz erhöhen? Die Antworten auf diese und andere Fragen finden die angehenden Kaufleute in entsprechenden Studiengängen.

Die Studiengänge im Bereich des Großvertriebs sind so zahlreich und vielseitig wie die Tätigkeitsfelder: Marketing, Kommunikation, Management, Personalmanagement, Logistik usw.

Für junge Leute, die schnell ins Berufsleben einsteigen möchten, gibt es in Frankreich viele Möglichkeiten. Die französischen Universitäten bieten eine große Spanne an Diplôme Universitaire Technologique (DUT) und Brevet de Technicien Supérieur (BTS) an. Diese universitären Ausbildungen werden innerhalb von 2 Jahren vorbereitet und sind sehr berufs- und praxisorientiert. Das Ziel ist es, möglichst schnell die Türen zum Beruf zu öffnen und die Studenten auf den Arbeitsmarkt zu entlassen. Gern gewählt wird außerdem die licence professionnelle, also ein berufsorientierter Bachelor, der nach einem BTS oder DUT in einem dritten Ausbildungsjahr an einer Universität auf einen Beruf vorbereitet.

Doch auch eine klassische Ausbildung mit einem Bachelor in Management oder Wirtschaft und eventuell ein anschließender Master ist natürlich an den meisten Universitäten möglich.

Außerdem gibt es noch die privaten Hochschulen wie die Ecoles Supérieures des techniques et gestion, écoles spécialisées oder die écoles de commerce. Die Ausbildungen sind hoch angesehen, jedoch muss man für diese Schulen erst eine schwere Aufnahmeprüfung bestehen. Beispiele für diese Schulen sind:

- L'Ecole Supérieure de Gestion et de Commerce International de Paris
- L’Institut International de Commerce et de Distribution
- L'Institut de Préparation à l’Administration et à la Gestion
- CESEM - Reims management School

Natürlich sind diese Studiengänge auch ideale Sprungbretter für eine internationale Karriere, da ein Auslandsaufenthalt kein Problem ist und auch der Studiengang an sich weltoffen ist.

Nützliche Links

- spezialisierte Zeitschriften wie LSA, Points de vente oder Linéaires
- Verband für Wirtschaft und Vertrieb FCD 

Siehe auch:

- Infozettel "Groß- und Einzelhandel" als PDF-Datei