Frankreich steht im Ranking der weltweiten Atomstromhersteller an zweiter Stelle.

78% des produzierten Stroms des Landes wird der Atomkraft entzogen. Die französischen Unternehmen, die für dessen Entwicklung zuständig sind - AREVA, EDF, GDF SUEZ, ALSTOM und ANDRA - sind weltweit bekannt. Sie haben auch zahlreiche Partnerschaften mit verschiedenen Hochschulen ab dem Master- Niveau. In den letzten Jahren entwickelten sich die Studiengänge im Bereich der zivilen oder friedlich genutzten Atomkraft in allen Regionen Frankreichs, je nach Spezialisierung. Im Westen gibt es die École des Mines de Nantes mit einem Master im Bereich der Atommüll-Aufbereitung. Eine Spezialisierung im Strahlenschutz oder im Atommüll- Abbau kann man im Süden an der Université Joseph Fourier in Grenoble oder an der ENSAM in Aix-en-Provence studieren.

Dieser Bereich bietet auch zahlreiche Programme auf Englisch an, wie das Advanced Management Program in Nuclear Engineering an der École Internationale du Nucléaire in der Bourgogne, das International Master of Science in Advanced Nuclear Waste Management (ANWM)  oder der International Master of Science in Nuclear Energy Production (NEP) an der École des Mines in Nantes oder der Master in Materials for Nuclear Energy (MaNuEn) am Institut Poytechnique in Grenoble.

Natürlich ist auch die Forschung in der zivilen und friedlich genutzten Atomkraft sehr wichtig und spielt eine große Rolle. Sie konzentriert sich auf drei spezifische Punkte: die Verringerung des CO2-Ausstoßes - das ursprüngliche Ziel der Atomkraft, die Informations- und Gesundheitstechnologien und den Einsatz der Atomkraft in der Verteidigung und der allgemeinen Sicherheit. Dabei spielt das Commissariat à l’Énergie Atomique (CEA), das 1945 ins Leben gerufen wurde und für die Entwicklung und Forschung bis hin zum industriellen Stadium der gesamten notwendigen Verfahren zur Produktion der Atomkraft steht, eine Schlüsselrolle.

Forschung findet nicht nur auf nationaler Ebene statt. Viele Abkommen wurden mit anderen Länder abgeschlossen und sie verfolgen zusammen gemeinsame Ziele. Auch der Export des Wissens und der Atomkraft weltweit sind nicht zu vergessen.

Nützliche Links

- Agentur für die Entwicklung der Atomkraft in den OECD Ländern
- Internationale Agentur für Atomkraft
- Französischer Verein für Atomkraft

Siehe auch:

- Infozettel "Zivile Nutzung der Atomenergie" als PDF-Datei