Internationaler Geldtransfer

Seit dem 1. Juli 2003 sind Überweisungen in EU-Länder kostengünstiger. Allerdings muss eine Voraussetzung erfüllt werden: Der Bankkunde benutzt das standardisierte EU-Überweisungsformular. Dazu benötigt er vom Empfänger der Überweisung sowohl dessen internationale Kontonummer (IBAN) als auch die internationale Bankleitzahl (BIC). Ohne die entsprechenden Daten des Zahlungsempfängers gelten die Preise für Überweisungen außerhalb des EU-Wirtschaftsraumes. Einige Geldinstitute, wie beispielsweise die Postbank, wickeln alle Überweisungen ihrer Privatkunden innerhalb der Europäischen Union kostenlos ab, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Stadtsparkasse werden für Überweisungen in alle EU-Länder bis 12500 Euro die gleichen Preise erhoben wie für inländische Transaktionen. Auch für Kunden der Hypovereinsbank sind ab dem 1. Juli 2003 Überweisungen innerhalb der Europäischen Union kostenlos. Dies gilt allerdings nur für Zahlungsaufträge, die per Telefon oder Internet übermittelt wurden. Papierüberweisungen bleiben kostenpflichtig. In Frankreich erhält man bei der Eröffnung eines Kontos sogenannte relevés d’identité bancaire (RIB), welche diese Nummern auch enthalten und die man praktischerweise seinen Gläubigern für Lastabbuchungen überreichen kann. Man sollte auf jeden Fall die Angebote verschiedener Banken vergleichen und manchmal sogar verhandeln (d.h. in Konkurrenz setzen), denn das ist in Frankreich durchaus üblich und erfolgversprechend.

Der Service solcher Unternehmen wie Western Union ist zwar schnell (ein bis zwei Stunden), dafür aber auch sehr teuer (bei einer Überweisung von 1000 Euro fallen 50 € Gebühren an), und ist daher nur im Notfall zu empfehlen. Angeboten wird er in Deutschland von den Post- und Reisebanken (an Bahnhöfen), in Frankreich von La Poste.

Die Vorteile des Internetbankings sind in Betracht zu ziehen: kostenlose Überweisungen für Euro-Beträge. Postbank: SparCardkunden können im Ausland bis zu viermal kostenlos Geldbeträge abheben.